Mittwinter Rauhnachtsgeschenk

Ich möchte mich bei dir für deine Teilnahme, dein Vertrauen und deine Treue in 2021 bedanken. Und für unsere wunderbare Verbindung im Soulwind Prayer Circle.
Der folgende Text ist Teil des Online Seminars 'Träume als Wegweiser'. (Ich habe diesen Text nicht mehr Korrektur lesen lassen,  entschuldige also wenn es noch eingie Fehler gibt.). hoffe, er bietet dir Inspiration für die Zeit zwischen den Jahren. Möge es dir gut gehen, mögen deine Träume dir in 2022 den Weg weisen!

Einen Herzensgruss, Carolina

©Carolina Visser 1. November 2019.

1. Über Träume - eine Einführung

Das Praktizierens einer spirituellen Weg ist wie ein Kompass der uns hilft durch unser Leben zu segeln. Träumen ist ein Weg, der jeder andere spirituellen Praxis ergänzt und verstärkt. Und für Einigen, die ich 'Träumer' nenne, ist es ein Weg an sich, ein Seelenweg.

Was bedeuten Träume für dich?

Nimm dir einen Moment bevor du weiterliest und schreibe deine ersten Gedanken über Träume auf.
Z.B.: Ich liebe meine Träume, sie führen mich. Oder....... Träumen ist wie der Lebensatem, ohne kann ich nicht atmen.....
schreibe deine ersten Gedanken und Gefühle über das Träumen auf.

Ich bin ein Träumer. Immer gewesen und es ist Teil meiner Wurzeln. Ein Träumer zu sein bedeutet bewusst zu träumen oder träumen bei klarem Verstand. Ein Zustand in dem man sich der im Traum vorhandenen Informationen und Lehren bewusst ist. Während des Traumzustands besteht ein Austausch und aktive Kommunikation mit der spirituellen Welt.
Ein Träumer zu sein bedeutet auch, dass dich Seelen von Verstorbenen mit ihren Nachrichten und Belangen aufsuchen können. Das bedeutet, dass Dinge die bald geschehen werden in Träumen auftauchen können (prophetisches Träumen) und all dies kann ziemlich verstörend sein, besonders in jungen Jahren.

Träumer sind nicht sehr bekannt in unserer Gesellschaft. Aber dies war einmal anders. Früher war es Teil der Ausbildung von Priesterinnen und Priestern, von Sehern und Schamanen.
Bei den Mohawk in Nord-Amerika zum Beispiel, bedeutet das Wort 'Schamane' auch: die oder der, der träumt, jemand der starke Träume hat.
In Skandinavien und Island werden jene von denen bekannt ist, dass sie diese spezielle Gabe der Traumdeutung besitzen „Dream-Wise“, „Draumspekingar“ genannt. Auch in der Bibel und dem babylonischen Talmud werden Träumer erwähnt. Und in schamanisch basierten Kulturen findet man immer noch Träumer.

Ich bin der Ansicht, dass Träumer (und Schamanen) geschätzt und respektiert werden für ihren Dienst an der Gesellschaft.
Stell dir vor du bist ein Kind in solch einer Gesellschaft und träumst über Dinge zu haben die bald geschehen werden und fühlst dich aufgewühlt. Einer der Träumer wird kommen und mit dir einen Spaziergang machen, eine Tasse Tee trinken und dich sanft lehren wie die Traumbilder zu verarbeiten sind. Traumtanten, Onkel oder Großmütter.... sie werden es bereits wissen wenn ein weiterer Träumer geboren wird und ein Auge auf ihn haben während er jung ist.

Wenn dir schamanisches Reisen bekannt ist, müsste das Obrige dir vertraut vorkommen. Schamanische Reisen und Träume sind aus dem selben ‚Stoff‘ gemacht. Der Unterschied ist, dass beim Träumen die Persönlichkeit kaum präsent ist. Es gibt sehr wenig Zensur oder moralische Bearbeitung der Trauminhaltes. Dies ist einer der Gründe warum ich Träume so wertvoll finde. Die Bilder kommen direkt aus deinem Unterbewusstsein oder, wenn du trainierter bist, von deiner eigenen Seele und der Quelle.

Jeder träumt mehrfach während der Nacht. Wenn du glaubst, dass du nicht träumst, ist dies nicht wahr, du erinnerst dich nur nicht daran. Wenn du dies ändern möchtest, beginne zu glauben das deine Träume einen Wert haben. Lehne sie nicht ab. Sage dir selber vor dem Schlafen das du dich an sie erinnern willst. Führe ein Traumtagebuch (dieses muß nicht aus Stift und Papier bestehen - du könntest deinen Traum auch morgens ins Handy diktieren). Aber mache eine Gewohnheit daraus, leite die Dinge am Abend davor in die Wege um dein Ziel zu erreichen.
Du wirst ein bewussterer Träumer werden. Wenn du in der Nacht aufwachst, notiere dir ein paar Punkte. Sprich über sie am Morgen oder während des Tages. Ein Traum mag es wenn du ihn mit jemanden teilst dem du vertraust. Im Absatz 4 wirst du mehr praktische Tipps finden, um dich an deine Träume zu erinnern und wie du ein Traumtagebuch führst.

Basishaltung dein Träume gegenüber

Nach C.G. Jung (einer der Grundleger der analytischen Psychotherapie), ist der Traum ein natürliches Wesen, das hervorkommt aus unser Unterbewusstsein und eine Botschaft der Natur ist. Wenn wir uns Kontakt zu unseren Träumen wünschen, ist es also hilfreicher, die Sprache der Natur zu lernen, als unser Unterbewusstsein schon bekannten Auffassungen und Methoden des Bewußtseins zu unterwerfen.
Wenn du träumst, bist du ein Entdeckungsreisender in einem fremden Land. Vielleicht bekommst du Kontakt mit dem, was da geschieht - vielleicht auch nicht und es bleibt ein Rätsel. Es geht nicht um den Nutzen der Begegnung sondern darum, ob du offen sein willst für das Mögliche. Die Verwunderung ist wichtiger als theoretische Kenntnisse. Ins Land der Träume weist dir 'Nichtwissen' besser den Weg als die klügste Analyse. Und auch Moral steht uns im Weg, wenn wir Träume tiefer verstehen wollen.
Jung: Das Unbewusste hat keine moralische Absichten, es ist einfach Natur, es erzählt uns was geschieht, wie etwas Neutrales. Der Traum erzählt nie was sich gehört oder nicht gehört.
Wir müssen unsere eigenen Schlussfolgerungen ziehen.
Schenke deinen Träumen also eine Basishaltung von respektvoller Unbefangenheit und Neugierde.

Warum sind Träume so hilfreich?

Wohl das meist Essentielle ist, dass die Träume unserer Seele die Chance bieten, uns in unserem Leben zu führen. In der (meistens) entspannten Zeit der Rauhnächte, finden mehr Botschaften und Inspirationen zu uns, weil der normale Alltagstress häufig nachlässt. Deshalb ist die Chance auf spirituelle Träume größer in Mittwinter.

Träume spielen eine große Rolle für uns beim Bewältigen von Stress, Kummer und Traumata. Ein Mangel an Schlaf und Träumen könnte sogar Stimmungsstörungen verschlimmern.
Die meisten Leute haben leider unerfreuliche Träume, die Überbleibsel beinhalten des täglichen Lebens und Emotionen die sich unter der Oberfläche befinden. Die meist verbreitesten Emotionen in Träumen sind Angst, Schuld, Sorge und Hilflosigkeit.
Träume sind ein Spielplatz, um Dinge zu verarbeiten oder auszuprobieren, die uns im echten Leben ängstigen. Hier können herausfordernde Situationen aus dem Leben in einer Umgebung durchgespielt werden, ohne Konsequenzen im realen Leben. Die (positive) Nebenwirkung könnte sein, dass du dich mutiger fühlst und Kraft gefunden hast im Traum anders mit der betreffenden Situation umzugehen. Es ist zum Beispiel bekannt, das trauernde Personen oft lebhafte Träume über die verstorbene Person haben und sagen, dass diese Träume ihnen helfen, den Verlust zu verarbeiten. Natürlich ist es wichtig den Moment zu erkennen, wo du an deine Grenzen stößt und professionelle Hilfe suchen solltest

Wenn du ein trainierter Träumer bist kannst du einen Zustand des klaren Träumens erlangen - ein Zustand in dem du den Traum beeinflussen kannst, weil du dir bewusst bist das du träumst. Dies ist was wir in schamanischen Reisen erfahren und trainieren. Die alternative Realität hilft dem Gehirn sich zurückzusetzen und neue neuronale Verknüpfungen zu bilden.

2. Träume in der Mittwinter Traumzeit: die heilige Zeit zwischen den Jahren

Was sind die Rauhnächte oder Heiligenchte?
Am 21. Dezember fängt mit der Wintersonnenwende die mystische Zeit zwischen den Jahren an. In dieser längsten, dunkelsten Nacht, feierten unsere Ahnen das Julfest als Fest der Sonne und der Erde. Es ist das Fest der Geburt des Lichtes und die immergrünen Bäume sind ihr Symbol. Midwinter ist der Wendepunkt des Lichtes. In der Zeit wenn die Nächte am längsten sind, wird diese Wende gefeiert mit Feuern und Lichtern (denke an die Kerzen oder Lichter am Weihnachtsbaum).
In vorchristlichen Zeiten nannte man diese Nacht auch 'Mutternacht', weil man sich vorstellte, dass das Licht aus dem Schoß der Mutter Erde von der Großen Göttin erneut in die Welt gebracht wird. Dieser alten Brauch geht zurück auf die Erdgöttin Percht, Holle, Cerridwen, Hekate und die weise Knochenfrau.

Die 12 Heiligenchte
Es ist der Anfang der 12 heiligen Nächte oder Wolfsnächte, die den Unterschied zwischen dem alten Mondkalender (354 Tage) und dem Sonnenkalender ausmachen (365 Tage).
Diese 12 Tage sind die 12 heiligen Nächte, die am 6 Januar enden. Diese Nächte fallen ‚außerhalb’ der Zeit, sie fallen zwischen die Jahre und werden deshalb als Niemandszeit und mystische Zeit gesehen. Weil die Natur in dieser Zeit ruht, kann man die feinstoffliche Energie der 'Spirit world' und unserer Seele besser spüren. Eine alte Überlieferung sagt, dass man sogar die Tiere reden hören kann! Und auch sollen alle Räder still stehen..als Symbol für die Ruhezeit die jetzt herrscht.

Es ist die heilige Zeit , Wunschzeit, Zeit um Geschenke zu geben und zu empfangen, Zeit empfänglicher zu sein für die nährende Zeit des Stillstands, mystische Niemandszeit, es sind die Wolfsnächte, die Rauhnächte…es ist also eine Zeit von Besinnung, Innehalten und nach innen schauen. Es ist Steinbockzeit - Zeit für Zauber, der Weg zurück in die Essenz. Al diese Qualitäten finden wir zurück im Norden des Lebensrades, deshalb nenne ich es auch gerne ‘Nordzeit‘.
Achtet besonders auf eure Träume in diesen Nächten und auf eure Eingebungen und Ahnungen.... sie können euch im nächsten Jahr den Weg weisen!

Inzwischen gibt es mehrere Bücher über die Rauhnächte. Die meisten davon folgen dem Gedanken, dass jede Rauhnacht verbunden ist mit einem Monat im folgenden Jahr und das die erste Rauhnacht am 25. Dezember beginnt. Für mich persönlich ist die Mittwintersonnenwende am 21. Dezember der Anfang meiner Zeit zwischen den Jahren. Die Träume in der Zeit vom 21. bis 24. Dezember sind schon verbunden mit dem Übergang zwischen Alt und Neu und spiegeln auch schon die Energietendenz für das neue Jahr. Wenn dir das gefällt, machst du das auch so. Sonst kannst du ab dem 25. Dezember anfangen, deine Träume den Monaten zuzuordnen. Zum Beispiel ist dann der Traum vom 25. Dezember mit dem Januar verbunden und der Traum am 26. Dezember mit dem Februar und so weiter.
Das kann sehr richtungsgebend sein. Aber es kann auch zuviel Druck geben, sich an die Träume zu erinnern. Ich verbinde eher die Informationen aus meinen Träumen bis Silvester mit dem ersten halben Jahr und die Träume vom 1. bis 6. Januar geben Informationen über die zweite Jahreshälfte. Das entspannt und wenn du dann einen Traum hast, an den du dich erinnerst, kannst du ihn immer noch einem Monat zuordnen.

Inzwischen gibt es mehrere Bücher über die Rauhnächte. Die meisten davon folgen dem Gedanken, dass jede Rauhnacht verbunden ist mit einem Monat im folgenden Jahr und das der erste Rauhnacht am 25. Dezember beginnt. Für mich persönlich, ist der Mittwintersonnenwende am 21. Dezember der Anfang meiner Zeit zwischen den Jahren. Die Träume in der Zeit vom 21. bis 24. Dezember sind schon verbunden mit dem Übergang zwischen Alt und Neu und spiegeln auch schon die Energietendenz für das neue Jahr. Wenn dir das gefällt machst du das auch so. Sonst kannst du ab dem 25. Dezember anfangen deine Träume den monaten zuzuordnen. Zum Beispiel ist dann der Traum vom  25. Dezember mit dem januar verbunden und der Traum am 26. Dezember mit Februar und so weiter.

Rauhnacht
Das Wort ‘Ruch’ aus dem 12 en 13e Jht. bedeutet haarig. Wie ein Tierfell. Es wurden und werden in diesen Nächten Rituale ausgeführt für das Vieh – maskierte Menschen jagen die bösen Geister weg, so dass diese nicht mitkommen können über die Schwelle ins neue Jahr.
Das Wort 'Rauch' deutet auf räuchern hin. Haus und Hof wurden öfters geräuchert mit Kräuterbündel um Tiere und Menschen gesund und sicher ins neue Jahr zu begleiten.
Rauhnen - bedeutet ´flüstern, zischen, murmeln‘.

Mythologie
In der germanischen und keltischen Mythologie wird darüber gesprochen, dass in dieser Zeit die Schleier zwischen den Welten dünner sind. Geister sind am ‚geistern‘ (auch schon früher an Samhain). Und die Naturgeister ziehen herum um neue Kräfte zu weben und zu spinnen.
In den alten Sagen führt der germanische Gott Wotan oder Odin während der Wolfsnächte die ‚Wilde Jagd‘ auf die Erde. Auf seinem 8-beinigen Pferd Sleipnir ist er der Anführer eines furchteinflößenden Geisterheeres und treibt sein Unwesen in Wäldern und Dörfern.
Auch Frau Percht oder Berchta, die Göttin der Unterwelt, fegte mit ihrer Wilden Jagd über das Land. Beide repräsentieren in dieser Jahreszeit die Winterstürme, den kalten Nordwind der über Land und Hof peitscht und die Dunkelheit mit all dem Angst einflößendem was sich darin versteckt. Z.B. Dämonen und Geister. Die Wilde Jagd steht als Symbol für diese Zeit der Verwandlung und Erneuerung der Natur.

Die “Wilde Jagd” stellt das Gleichgewicht und die Gerechtigkeit wieder her. Und weil die ‚bösen‘ Geister die Schwelle des neuen Jahres nicht überqueren sollten, wurden sie beim Jahreswechsel mit viel Lärm (früher mit Deckeln und heute mit Feuerwerk und Böllern) und schwarzen Gesichter von den Häusern ferngehalten. Ein Brauch der in den Alpen noch heute lebendig ist.

Und vielleicht lebt das auch weiter in der Christlichen Tradition, der Klausennacht vom 5. auf den 6. Dezember. Hier kommt der Nikolaus mit seinem Gehilfe dem ‚Schwarzen Peter‘. Sie teilen Geschenke aus an die Kinder die das ganze Jahr brav gewesen sind. Und, wie soll es auch anders sein in einer Erziehung die auf Strafe und Belohnung basiert, drohen sie mit Geschichten über den schwarzen Peter, der mit der Rute kommt und ohne Geschenke wenn das nicht der Fall war.
Dieser Peter jedoch, ist unter Zeiteinflüsse der Christianisierung, Kolonialisierung und Sklavenhandel immer schwarzer geworden und bestätigt nur noch Vorurteile.
Deshalb hier ein Plädoyer für lebendige Rituale und Zeremonien für das Jahresende. Verwurzelt in Tradition, jedoch nicht dogmatisch. Sich kreativ dem Zeitgeist, den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen anpassend.

Die Rauhnächte sind mit vielen “Verboten” und Aberglaube verbunden. Die Menschen hatten früher, auf Grund ihrer Lebensumstände, andere Ängste und waren mit einer Ungewissheit konfrontiert. Dennoch haben wir auch heute noch vieles gemeinsam. Nicht zuletzt die Hoffnung darauf, dass im neuen Jahr alles besser wird.

Was zu den Rauhnächten Glück bringen soll...

  • Opfergaben an die Natur zu jeder Nacht (Äpfel, Nüsse, Brot, Hirse, Münzen …) sollen die bösen Geister beschwichtigen
  • zu Heiligabend und dem Dreikönigstag mit Tieren in Verbindung gehen (sie sollen an diesen Tagen reden können)
  • zu Silvester Weißkraut essen sorgt für Geld im gesamten neuen Jahr
  • Besen binden (mit ihm kann man im neuen Jahr Dämonen und Geister aus dem Haus fegen)
  • Sonne zum Dreikönigstag sorgt für ein Jahr voller Frieden im ganzen Land
  • Christstollen zu Weihnachten, Silvester und zum Dreikönigstag essen bringt Reichtum und Glück im kommenden Jahr
  • Eisblumen, Reif oder Schnee an den Fenstern bringen ein ertragreiches Jahr
  • ein Kuss unter dem Mistelzweig (hält 7 Jahre) oder noch besser unter Buchsbaumzweigen (das soll ein Lebenlang halten)
  • Oft räuchern von Kräutern und Harzen (z.B. Fichtenharz)

Und das soll man besser nicht machen...

  • alle Räder sollen still stehen, das heißt: es soll nicht gearbeitet werden. Darunter fällt z.B. auch das Wäsche waschen (der Überlieferung nacht bringt das Unglück und soll das Rad des Schicksals aus dem Gleichgewicht bringen)
  • keine Wäsche aufhängen (mindestens nicht nach Einbruch der Dämmerung, besser in dieser Zeit gar nicht). Odin und die Wilde Jagd sollen durch die Nacht fegen und sich in der Wäsche verfangen können (zieht Unheil an)
  • keinerlei Unordnung oder Chaos zu den Rauhnächten (soll Frau Holle sauer machen und Böses anziehen)
  • nicht fegen oder putzen (lockt Ungeziefer, Krankheit und Tod an)
  • in der ersten halben Stunde zum neuen Jahr alle Türen und Fenster verschließen (außer mögliche Hintertüren, durch die kommt der Segen)
  • nichts Geliehenes mehr im Haus haben.

3. Wege mit deinen Traumbildern zu arbeiten

Einige Methoden um mit deinen Träumen zu arbeiten:

1. Gebet - Prayer.  Beten ist einer der wichtigsten Wege für Träumer. Es ist höchst persönlich, ein 'Traum-Gebet' gibt es nicht. Wende einfach das an, was du weisst über Gebet, was für dich die Quelle ist. Göttin, Gott, Großer Geist oder Great Dreamer... welche Tradiotion auch immer deine Gebete inspririeren mag,  gebe dein Gebet deine eigene Worte in Verbindung zur Quelle.
Für Inspiration über spirituelles und schamanisches Beten, lade ich dich ein die Texte der Soulwind Prayer Circle zu lesen.

Illustration rechts von Sandra Maennel, das Logo der Soulwind Prayer Circle

2. Die „Ich bin“ Methode

Nimm einen Aspekt deines Traumes, welcher dich fasziniert oder energiereich ist. Es kann eine Person, ein Objekt, ein Haus, ein Tier, ein Baum, eines der vier Elemente oder eine ganze Landschaft sein. Dann beginne darüber frei zu assoziieren, während du es laut aussprichst.

Zum Beispiel: wenn du von einem roten Flugzeug geträumt hast, sagst du.... Ich bin ein kleines rotes Flugzeug.... ich kann fliegen..... ich habe einen guten Blick von hier oben.... ich bin rot (rot ist eine auffallende, aktive Farbe - du kannst deine Assoziation hier vertiefen).... ich bin kraftvoll... ich werde gesehen.... ich bin warm und liebevoll.... ich mag es hier oben (möglicherweise merkst du, dass du ein wenig besorgt bist wegen der Landung, folge dieser Spur)..... ich kann landen wann immer ich will.... ich kann meinen perfekten Moment zur Landung wählen.... ich habe Instrumente für eine sichere Landung... ich bin flexibel.... ich muss meinen Tank regelmäßig auffüllen... usw.

Assoziiere weiter bis es beendet ist. Dann schreibe auf was dich am meisten berührt hat. Diese sehr einfach Methode hilft dir dich mit den Gefühlen deines Traumes zu verbinden.

3. Den Traum wieder betreten

Dies ist wie eine schamanische Reise. Wenn du aus einem Traum erwachst, welcher dich verwirrt, unzufrieden oder sogar verängstigt zurückläßt, kehre wie ein Beobachter in den Traum zurück. Wenn du es möchtest, kannst du einen Engel oder dein Krafttier zum Schutz mitnehmen.

Trete zurück, gehe um die Szene und beobachte genau. Ändere jedoch nichts. Schaue ob du mehr Details herausfinden kannst. Dann kannst du damit beginnen den Verlauf des Traumes zu verändern und träume ihn zu einem Ende welches du bevorzugst.

4. Dein Traum jemand anderem erzählen

Wenn du deinem Traum jemandem erzählst, dem du vertraust, erinnerst du dich meistens an mehr Details. Und die energetische Bedeutung des Traums wird lebendiger und leichter zu deuten.

4. Praxisteil

4.1 Kreiere dein eigenes Rauhnachtritual.
Räuchern, Orakeln, Seidr und schamanische Reisen sind jetzt besonders kraftvoll.

4.2 Sieben Traumtipps - so lernst du dich an deine Träume besser zu erinnern.
Bitte hier anklicken zum weiterlesen

4.3 Wie kann ein Traumtagebuch aussehen?

Ein paar Tipps zum beginnen:

  1. Schreibe deine Träume auf. Selbst den noch so unbedeutendsten Aspekt. Während du Szenen deines Traumes aufschreibst, wirst du bemerken dass du dich plötzlich an viel mehr Details erinnerst als dir bewusst war. Dies gilt ebenso für das Protokollieren deiner schamanischen Reisen.
  2. Wenn du anfängst deine Träume zu protokollieren, sei so ausführlich wie möglich. Später kannst du dazu übergehen weniger Worte zu nutzen. Werde kompakter und direkter.
  3. Schreibe deinen Traum auf die rechte Seite des Tagebuchs und lasse die Linke für die Traumarbeit frei (freie Assoziationen, das Malen von Symbolen oder Landschaften usw.)
  4. Schreibe in der Gegenwartsform - es ist eine direktere Erfahrung und verbindet dich sehr schnell mit der Energie des Traumes, den Symbolen, Leuten, Farben usw.)
  5. Ein möglicher Aufbau

Datum:

Art der Erfahrung:  (z.B. Traum, Überreste des Tages, Klartraum, Reise, Synchronizität, Ereignis während des Wachseins)

Titel:
(du kannst deinem Traum sofort einen Titel geben, wenn du noch nicht sicher bist, warte bis du die Traumarbeit gemacht hast.
Wähle einen aussagekräftigen Einzeiler, welcher auf einen Autoaufkleber oder einen Kühlschrankmagneten passen würde)

Beschreibung:
(hier schreibst du das Erlebte auf)

Dann notiere:

Gefühle/Empfindungen:
(besonders die ersten Gefühle direkt nach dem Aufwachen)

Realitätsprüfung:
(Was erkennst du von dieser Erfahrung im Rest deines Lebens? In deinem Alltag? Könnte etwas in der Art in Zukunft passieren oder erneut geschehen?)

Was möchtest du wissen? Wenn du eine Intention vor einem Traum gesetzt hast, notiere welche dies war. Und schaue ob dir der Traum eine „Antwort“ oder Richtung gibt.

Kreative Aktionen:

Nach dem Aufschreiben deines Traumes kannst du kreative Methoden, wie Zeichnen, Malen oder das Anfertigen einer Collage nutzen. Oder eine Kombination aus Wörtern und Bildern. Du kannst einen Traum oder eine Sammlung von Träumen, mit dem selben Thema, auswählen.

Nach dieser kreativen Arbeit, kann die Essenz des Traumes für gewöhnlich in einem Satz ausgedrückt werden.
Dies ist der Titel des Traumes. Ein guter Titel ist wie der Funke der dich voran bringt, er hilft nach den Erkenntnissen aus deinem Traum zu handeln.

 

5. Träume und Gehirnaktivität

Das Träumen selbst hat großen Einfluss auf unsere Gehirnströme. Und die Arbeit mit Träumen kann, wenn sie begleitet wird von jemandem mit Erfahrung (wie ein Traumcoach, Schamane oder Therapeut) eine ganzheitliche Gehirnerfahrung sein. Alberto Villoldo nennt das eine sogenannte 'whole brain’ experience'. Sie aktiviert die Neugierde des Neocortexes, kann die tieferen Bedürfnisse nach Sicherheit des mehr primitiven limbischen Gehirn erfüllen und ermöglicht einen Zustand der Ekstase über die präfrontalen Lappen des höheren Gehirns.

Es folgt jetzt ein Ausschnitt aus einem Interview mit Alice Robb. Erschienen im ‚Guardian‘. Sie ist die Autorin des Buches Why We Dream: The Science, Creativity and Transformative Power of Dreams veröffentlicht von Pan Macmillan.

Können sie uns ein wenig über die Forschung zur Rolle des Träumens beim Lernen, z.B. von Sprachen oder Sportarten, erzählen?

Träumen hilft uns neue Erinnerungen zu festigen. Wir wiederholen hervorstechende Erfahrungen des Tages und verfestigen neue Verknüpfungen in unserem Gehirn. Wenn z.B. Ratten durch ein neues Labyrinth laufen, werden ihre Neuronen im gleichen Muster aktiv sein wenn sie anschließend schlafen.
In einer Studie mit Leuten die sich für einen Französisch Intensivkurs angemeldet hatten, wurde eine Erhöhung des REM Schlafes und von Träumen festgestellt während sie lernten. Ihre Gehirne machten Überstunden um die neue Sprache zu bewältigen. Und diese Arbeit wurde im Schlaf fortgesetzt. 

Hat irgendwer eine Erklärung warum Träume solche surrealen Elemente, eigenartige Collagen von Zeit, Personen, Geografie usw. beinhalten?

Wenn wir träumen wird das logische Zentrum unseres Gehirns, der Frontallappen, dunkel. Und chemische Botenstoffe die mit Selbstkontrolle assoziiert werden, wie Serotonin und Norepinephrine, sinken ab. Zur selben Zeit leuchtet das emotionale Zentrum auf. Wir haben eine perfekte chemische Leinwand für dramatische, psychologisch intensive Visionen. Aber die meisten Träume sind weniger bizarr als die Leute glauben. Die Träume über die wir uns wundern und über die wir reden sind die Verrückten. Doch als Psychologen hunderte von Träumen analysiert hatten, fiel ihnen auf, das die meisten von ihnen als Beschreibung des realen Lebens der Träumer gelten könnten. Vier von Fünf waren an realen Orten platziert, welche die Träumer erkannten. Ebenso wechseln unsere Träume im Verlauf der Nacht - die Träume am Anfang der Nacht sind mehr Wiederholungen der Dinge die am Tag passiert sind. Während die Träume die wir näher am Morgen haben länger, mehr wie eine Geschichte und intensiver sind.

Was ist der Unterschied zwischen nächtlichem Träumen, Mindwandering oder Tagträumen....  Sind die selben Regionen im Gehirn beteiligt

Schnappschüsse des träumenden Gehirns und des tagträumenden Gehirns sehen einigermaßen gleich aus: beide involvieren kognitive Regionen wie den medialen präfrontalen Kortex und den medialen Temporallappen. Während des nächtlichen Träumens, sind Regionen die für die visuelle Verarbeitung zuständig sind, besonders beteiligt - du kannst dir die Träume als intensive, super visuelle Tagträume denken. Träume sind primär visuell und nur selten enthalten sie Sinne wie Geruch, Geschmack und Berührung.

Schlusswort

Je mehr Liebe und Energie du deinen Träumen gibst, desto mehr werden deine Träume deine besten Freunde werden. Sie beginnen in einer klareren und deutlicheren Weise zu dir zu sprechen. Sie beginnen deine Fragen zu beantworten und zeigen dir eine Richtung im Leben. Deine eigene Traumsprache kennen zu lernen ist dein größter Schatz, den du in keinem Buch über Träume finden wirst.

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Hier geht es weiter zum Online-Seminar 'Träume als Wegweiser'.
Am 12. Dezember - von 13.30 bis 14.45 - findet das letzte Traum-Zoomtreffen statt.
Du kannst dich noch anmelden per E-Mail info@soulwind.eu oder mich anrufen.